Kooperation mit IBM

Das „Centre for Security and Society“ der Universität Freiburg und das IT-Unternehmen IBM haben auf der Computermesse CeBIT ein Kooperationsabkommen zum Thema Gesellschaft und Sicherheit unterzeichnet.

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Rektor Hans-Jochen Schiewer und Martin Jetter (links) Foto: Gernot Pflüger

Universität Freiburg untersucht Datenschutzkonzepte für eine „Offene Gesellschaft“


Das „Centre for Security and Society“ der Universität Freiburg und IBM unterzeichneten heute auf der CeBIT ein Kooperationsabkommen zum Thema Gesellschaft und Sicherheit. Dabei geht es um die gemeinsame Beantwortung rechtlicher Fragen rund um Sicherheitstechnologien. Ziel ist es, intelligente Lösungen zu entwickeln, die die juristischen Anforderungen in Deutschland berücksichtigen.
 
Die Unterzeichnung fand im Beisein des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus statt. Seitens der Universität unterschrieben der Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Direktoriumsmitglied des Centre for Security and Society, Prof. Dr. Bernd Becker,sowie dessen Geschäftsführer, Dr. Sebastian Höhn, seitens der IBM Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsleitung der IBM Deutschland GmbH, und Dr. Sven Löschenkohl, Vice President IBM Public, das Abkommen.
 
Die Kooperation ist eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie. Langfristig soll diese für IBM und die Universität Freiburg einzigartige strategische Partnerschaft weiter institutionalisiert werden.
 
Neue Sicherheitslösungen können heute nicht mehr rein technisch abgebildet und durchgesetzt werden. Die gesellschaftspolitische und rechtliche Akzeptanz der Lösungen spielt eine zunehmend entscheidende Rolle.
 
Dies ist nicht nur für den Industriepartner von Bedeutung, der hierauf Geschäftsmodelle abbilden muss, sondern wegen der hohen gesellschaftlichen Relevanz ist es auch für das Centre for Security and Society ein wichtiges Anliegen, die Themen der „Offenen Gesellschaft“ europäischer Demokratien und des Datenschutzes wissenschaftlich fundiert in die Diskussion einzubringen.
 
Die neuartigen, flexibleren und auf die Nutzerbedürfnisse zugeschnittenen Datenschutzkonzepte der Universität werden weiterentwickelt und somit zu Zukunftstechnologien von großer Bedeutung. Die zunehmende Komplexität, sowohl im technischen Bereich als auch in der Bewertung der gesellschaftswissenschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen von Sicherheitstechnologien ist derzeit wissenschaftlich noch kaum erforscht. Die Universität betreibt hier Grundlagenforschung im Sicherheitsbereich und macht zugleich die Ergebnisse für die Gesellschaft und die Industrie nutzbar.
 
Das konkrete Forschungsprojekt, mit dem die IBM und die Universität die gemeinsame Arbeit aufnehmen, untersucht die Einsatzszenarien einer „Crime Information Platform“ im föderalistischen Deutschland. In diesem System werden neuartige Datenschutzkonzepte getestet und rechtlich und geisteswissenschaftlich bewertet. Die Forschungsergebnisse der Universität sind von grundlegender Bedeutung für den Einsatz von Sicherheitstechnologien in ganz Europa. Bisher existieren keine systematischen Studien, die sich mit den Rahmenbedingungen beim Einsatz von Sicherheitstechnologien auseinandersetzen. Denn nicht alles, was heute technisch machbar ist, ist rechtlich zulässig und von der Gesellschaft akzeptiert.
 
 
 
Kontakt:
Rudolf-Werner Dreier
Öffentlichkeitsarbeit
Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-4302
Mobil: 0170/911 97 51
E-Mail: rudolf.dreier(at)pr.uni-freiburg.de
 
 
Kontakt:
Annette Fassnacht
Media Relations IBM Software Group
IBM Deutschland GmbH
Tel.: 07034/15-6281
Mobil: 0160/90105052
E-Mail: annettefassnacht(at)de.ibm.com

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