Exzellentes Umfeld in Freiburg

Der Informatiker Wolfram Burgard hat einen Ruf auf eine Professur an der Technischen Universität München abgelehnt

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Wolfram Burgard, Professor für Autonome Intelligente Systeme am Institut für Informatik der Universität Freiburg und Sprecher des neu gewonnenen Exzellenzclusters BrainLinks-BrainTools, hat den Ruf auf eine Professur an der Technischen Universität München abgelehnt. Der Ruf wäre mit der Leitung des Instituts für Robotik und Mechatronik am Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen verbunden gewesen. „Wir freuen uns sehr über die Entscheidung unseres Kollegen Wolfram Burgard. Sie zeigt, dass Freiburg ein hervorragender Forschungsstandort ist und die Universität ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein exzellentes Umfeld zu schaffen vermag“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität.

„Ausschlaggebend für die Ablehnung des Rufs waren unter anderem das gute Arbeitsklima, das kooperative Miteinander und die herausragenden Rahmenbedingungen für meine Forschung, die mir die Technische Fakultät, die Universität Freiburg und das Land Baden-Württemberg bieten“, bestätigt Burgard, der unter anderem mit dem Leibniz-Preis und einem Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats ausgezeichnet wurde. Sein jüngster Erfolg ist der neue Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools, der sich zu einem langfristig angelegten programmatischen Zentrum für Neurotechnologie an der Albert-Ludwigs-Universität entwickeln soll. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Biologie, Medizin, Informatik und Mikrosystemtechnik werden daran arbeiten, Systeme zu entwickeln, die direkt in Kontakt mit dem Gehirn stehen, sodass Informationen in beide Richtungen ausgetauscht werden können. Ziel ist es, die Funktion des menschlichen Gehirns zu erforschen und Schnittstellen zu entwickeln, mit denen Patientinnen und Patienten über ihr Nervensystem technische Geräte steuern können. Zudem werden implantierbare Systeme entwickelt, die sich selbst mit Energie versorgen, krankheitsbedingte Veränderungen in der Hirnaktivität erkennen und ihnen entgegenwirken. „Wir freuen uns auf diese spannende Aufgabe, die Raum für neue Forschungsfragen bietet und deren Ergebnisse in Zukunft die Lebensqualität von Patienten verbessern werden“, sagt Burgard. Zudem werden eine neue Infrastruktur für Kooperationsprojekte in der Universität sowie eine eigene Graduiertenschule für Robotik geschaffen, um die Sichtbarkeit Freiburgs im Bereich Kognitiver Technischer Systeme weiter zu erhöhen.

Wolfram Burgard ist seit 1999 Professor an der Universität Freiburg. 2006 hat er den Lehrstuhl für Autonome intelligente Systeme übernommen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung von Robotern, die sich in einer fremden Umgebung selbstständig bewegen, Daten erfassen und Aufgaben erfüllen können.

Weitere Informationen zu BrainLinks-BrainTools:
http://www.brainlinks.uni-freiburg.de

     lesen Sie hierzu auch unserem Bericht (PDF)im Forschungsmagazin uni’wissen 01/2010, Seite 4ff.:


Kontakt:
Prof. Dr. Wolfram Burgard
Institut für Informatik
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tel.: 0761/203-8026, -8006
E-Mail: burgard(at)informatik.uni-freiburg.de

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